Didaktik-KI in Schule und Ausbildung

Eine Live-KI, die didaktisch fundiert interagiert: Sie klärt in Sekunden Lernstand und Ziel, setzt ein überprüfbares Lernziel, führt durch kurze Erklär- und Übungsphasen mit Abruf und Feedback und schließt mit Transfer und einem einfachen Wiederholungsplan. Dahinter stehen strukturierte didaktische Templates, Differenzierung, Quellenkritik sowie Datenschutz- und Governance-Regeln für Schule und Ausbildung.

Didaktik · Lernpsychologie · Umsetzung

Eine KI als didaktisches Interaktions-Medium

Das Ziel ist nicht „mehr Output“, sondern ein verlässlicher Ablauf, der Lernen in kurzen Sequenzen erzeugt und überprüfbar macht: kurze Diagnose, präzises Lernziel, knappes Erklären, aktives Abrufen, Feedback, Transfer und ein nächster Schritt über Zeit. Die KI ersetzt keine Lehrkraft – sie standardisiert lernwirksame Mikro-Entscheidungen, damit Unterricht und Ausbildung konsistenter werden.

1) Diagnostik als Startpunkt

Die KI beginnt mit minimaler, aber relevanter Diagnostik: Niveau, Vorwissen, Ziel, Tempo. Sie reduziert damit Fehlanpassungen (zu schwer/zu leicht) und verhindert, dass Erklärungen am Lernstand vorbeilaufen.

2) Lernziele operationalisieren

Statt vager Ziele („verstehen“) setzt die KI beobachtbare Outcomes: erklären, anwenden, transferieren. Das schafft eine klare Bewertungslogik und erleichtert die Gestaltung passender Aufgaben.

3) Input knapp halten, Abruf erzwingen

Kurze Inputs werden unmittelbar durch Abruf ergänzt (Check-Frage, Mini-Quiz, kurze Erklärung in eigenen Worten). So wird Wissen aktiv verarbeitet statt nur gehört – und Missverständnisse werden früh sichtbar.

4) Vom Muster zur Eigenleistung

Das senkt die kognitive Belastung für Einsteiger und ermöglicht eine kontrollierte Entwicklung hin zur selbstständigen Problemlösung – ohne Scheinsicherheit.

5) Feedback als Steuerimpuls

Feedback bleibt kurz und handlungsleitend: was stimmt, was fehlt, was als nächstes zu tun ist. Dadurch wird Fehlerkorrektur in Lernschritte übersetzt statt in Korrektur-Monologe.

6) Transfer & Wiederholung planen

Die KI schließt nicht mit „verstanden?“, sondern mit Transfer und einem Wiederholungsplan (heute/48h/7 Tage). So wird kurzfristige Performanz in stabilere Kompetenz überführt.

Optional · Qualität · Governance

Optional: Bausteine für institutionelle Umsetzung

Diese Bausteine sind für die Demo nicht zwingend, erklären aber den Weg von einer gelungenen Interaktion zu einem stabilen Einsatz in Schule oder Betrieb: Aufgabenlogik, Prüfungsformate, Moderation, Datenschutz und eine einfache Evaluationsschleife.

Differenzierung in drei Stufen

Leicht/Mittel/Anspruchsvoll mit typischen Fehlern, Musterlösung und Transfer. Ziel ist Passung bei heterogenen Gruppen.

Prüfen ohne Grauzonen

Aufgaben, die Eigenleistung sichtbar machen: Begründung, Variation, mündliche Kurzchecks, Dokumentation der Nutzung.

Handlungsorientierung in Ausbildung

Situationen, Entscheidungen, Qualitätskriterien, Kontrolle: Lernaufgaben werden als Handlungszyklen strukturiert.

Moderationsmodus für Workshops

Neutral spiegeln, in wenige Kategorien strukturieren, nächste Entscheidung öffnen. Ziel: produktive Diskussion statt Positionskampf.

Datenschutz & Sicherheitsregeln

Datenminimierung, klare No-Gos, Quellenkritik, Schutz vor manipulativen Eingaben. Ziel: verlässlicher Rahmen.

Evaluation in 60 Sekunden

Vorher/Nachher mit zwei Abruffragen plus Transfer. Ziel: Wirkung sichtbar machen statt nur behaupten.

Einsatzbereiche · Schule · Betrieb

Typische Einsatzsituationen

Unterricht: Verständnis und Transfer Knappe Erklärungen, Abruffragen, typische Fehler, Transfer-Varianten. Passend für Mathematik, Sprachen, Naturwissenschaften und Gesellschaft.
Ausbildung: Handlungs- und Qualitätskompetenz Rollenspiele, Standards, Checklisten und Fehlersuche. Fokus auf Handlungsschritte und Qualitätskontrolle.
Prüfungsvorbereitung Abrufübungen, Variation und mündliche Kurzchecks zur Eigenleistung. Ziel: robuste Kompetenz statt Musterlernen.
Fortbildung für Lehrkräfte/Ausbilder Aufgaben-Design, Differenzierung, Feedback-Skripte, Prüfungslogik. Ziel: konsistente didaktische Praxis.
Schulentwicklung und Einführung Pilot, Regeln, Skalierung. Ziel: Verantwortung, Sicherheit und Qualität ohne Überlastung.
Workshops und Abstimmung Moderation von Zielkonflikten und Entscheidungen. Ziel: nächste Schritte definieren statt Grundsatzdebatten.

Pilot: Ablauf in drei Schritten

Ein Pilot ist didaktisch dann sinnvoll, wenn er wenige Szenarien sauber abbildet und Wirkung sichtbar macht: Diagnose, Lernsequenz, Abruf, Feedback, Transfer. Der Rest ist Iteration.

Schritt 1

Use Cases & Regeln

Welche 3–5 Szenarien? Welche No-Gos? Welche Daten dürfen hinein? Welche Aufgabenformate zeigen Eigenleistung?

Schritt 2

Didaktik-Templates

Diagnose-Block, Ziel-Formel, Musterlösung, Abruffragen, Feedback-Formel, Transfer-Varianten. Kurz und wiederholbar.

Schritt 3

Mini-Evaluation

Vorher/Nachher mit zwei Abruffragen plus Transfer. Auswertung: Was war unklar? Was hat geholfen? Was wird angepasst?