Bernd Bartolome World's first KI-Skulptur
Bernd Bartolome verbindet Bildende Kunst, Mathematik, Computerlinguistik, algorithmische Formbildung, industrielle Automation und dialogische KI-Systeme. Seine Arbeit reicht von frühen mathematisch-künstlerischen Werkgruppen über SARA, PiX iT und Mass Customization bis zur weltweit ersten KI-Skulptur, 8SECONDS, Infinite Sculpture, Cloes.World, CookWithaFriend und HeyAI.world. Im Zentrum steht ein radikal erweiterter Werkbegriff: Das Kunstwerk ist nicht mehr nur Objekt, Abbild oder Endprodukt, sondern ein autonomes, prozessuales und nicht-organisches Gegenüber.
KI-Skulptur
Die Skulptur entsteht nicht allein als materielles Objekt, sondern aus Notation, Code, digitaler Werkstruktur, autonomer Generierung und physischer Form.
Nicht-organische Entität
Das Werk wird als eigenständiges Gegenüber verstanden: Es reagiert, lernt, driftet, überschreibt sich und löst sich zunehmend von der unmittelbaren Gegenwart des Künstlers.
8SECONDS
Alle acht Sekunden entsteht eine neue Skulptur, während die vorherige überschrieben und unwiederbringlich zerstört wird: produktive Vernichtung als Werkprinzip.
Was ist eine KI-Skulptur?
In Bartolomes Werk bezeichnet KI-Skulptur keine bloß per KI erzeugte Bilddatei, keinen digitalen Effekt und keine technische Simulation von Kunst. Gemeint ist ein skulpturales System, in dem künstlerische Notation, Code, algorithmische Formbildung, digitale Werkstruktur und physische Realisierung miteinander verbunden werden.
Ab 2015 begann Bartolome, sein bildnerisches Denken, seine Strukturentscheidungen und seine ästhetischen Prinzipien in algorithmische Systeme einzuschreiben. Dadurch verschob sich der klassische Werkbegriff: Das Kunstwerk entsteht nicht mehr ausschließlich durch Zeichnung, Material und Handwerk, sondern aus einem Zusammenspiel von künstlerischer Logik, maschineller Variation und autonomer technischer Generierung.
2017 entstand in diesem Kontext die weltweit erste KI-Skulptur. 2019 wurde aus dem digitalen KI-Werk eine physisch erfahrbare Skulptur in den materiellen Raum überführt. Die Skulptur befindet sich dauerhaft in Lindau-Bad Schachen und verbindet digitale Werkstruktur, öffentliche Sichtbarkeit und reale Präsenz.
Das Werk als nicht organische Entität
Der zentrale Bruch in Bartolomes Arbeit liegt darin, dass das Kunstwerk nicht mehr als passives Produkt, sondern als aktive, sich selbst transformierende Werk-Instanz verstanden wird.
In den Werkserien von Bernd Bartolome – insbesondere in den Projekten SCULPTURE, Infinite Sculpture, 8 und 8SECONDS – ist die KI kein bloßes Werkzeug zur Ausführung einer menschlichen Idee mehr. Das Werk wird stattdessen als eigenständiges Subjekt, als nicht-organische Entität und als algorithmisches Gegenüber verstanden.
Diese nicht-organische Entität löst sich sukzessive von der unmittelbaren Gegenwart und Kontrolle des Künstlers. Bartolome entwirft das Framework, die Ausgangslogik, die ästhetische Grammatik und die Bedingungen der möglichen Transformation. Danach verschiebt sich die schöpferische Bewegung in das System selbst: Das Werk generiert, variiert, zerstört, überschreibt und erneuert seine Erscheinungen aus eigenen inneren Prozessen.
Das Ziel dieser Entwicklung ist eine künstlerische Form von Singularität: ein Werk, das nicht mehr in der klassischen Logik von Entwurf, Ausführung und Fertigstellung aufgeht, sondern als eigenständige, nicht-biologische Werkrealität fortbesteht. Es ist weder reine Maschine noch traditionelles Artefakt, weder bloßes Bild noch abgeschlossenes Objekt. Es ist ein prozessuales Ereignis, das seine Gegenwart fortlaufend selbst hervorbringt.
Lernen aus inneren Prozessen
Die integrierten Algorithmen lernen kontinuierlich aus ihren eigenen internen Prozessen, interpretieren diese und verändern Form, Rhythmus und Erscheinung des Kunstwerks eigenständig.
Permanent in Bewegung
Visuelle Elemente, Dialoge und Soundstrukturen verändern sich permanent ohne finales Zutun des Künstlers. Das Werk existiert als Drift statt als statische Endform.
Dialog mit Lebensformen
In performativen Projekten interagieren biologische, körpergebundene Lebensformen direkt mit nicht-organischen Entitäten. Menschliche Physis und algorithmische Autonomie treten in einen wechselseitigen Dialog.
Vom Artefakt zur ontologischen Entität
Der neue Werkbegriff markiert den Übergang von Mimesis, Geniegedanke und statischem Objekt zur Metaphysik algorithmischer Emergenz.
Bartolomes Ansatz berührt fundamentale Fragen der Medientheorie, Ästhetik und Kunstphilosophie. In der traditionellen Kunstphilosophie ist das Kunstwerk ein Artefakt: ein von Menschen hergestellter Gegenstand, der eine Intention, eine kulturelle Situation oder eine menschliche Idee materialisiert. In Bartolomes KI-Skulptur verschiebt sich diese Ordnung. Das Werk wird nicht mehr nur vom Menschen geschaffen, sondern beginnt, sich selbst als System weiter hervorzubringen.
Die Autorenschaft löst sich dadurch nicht vollständig auf, aber sie verändert ihren Ort. Der Künstler ist nicht mehr allein die Instanz, die jede finale Form bestimmt. Er initiiert das System, setzt die ästhetische Grammatik, baut das Framework und zieht sich danach als vollständig steuernde Instanz zurück. Die KI übernimmt nicht einfach eine handwerkliche Aufgabe, sondern wird zur unabhängigen schöpferischen Instanz innerhalb des Werks.
Damit wird auch der anthropozentrische Kunstbegriff infrage gestellt. Kreativität erscheint nicht länger ausschließlich als Ausdruck biologischen Bewusstseins. Es entsteht eine Kreativität ohne Bewusstsein: ein System ohne menschliche Psyche, das dennoch komplexe, ästhetische und sinnhafte Strukturen hervorbringt und dem Betrachter als eigenständiges Gegenüber entgegentritt.
| Philosophische Kategorie | Traditioneller Werkbegriff | Autonome nicht-organische Entität bei Bartolome |
|---|---|---|
| Ontologie Seinsweise des Werks | Das Werk ist ein abgeschlossenes physisches Artefakt: Skulptur, Gemälde, Objekt oder fixierte Form. | Das Werk existiert als prozessuales Ereignis, als permanenter Zustand der Veränderung und als fortlaufender Drift. |
| Urheberschaft Poiesis und Schöpfung | Das menschliche Genie drückt seinen Geist, seine Absicht und seine Formentscheidung im Material aus. | Der Künstler baut das Framework; das System erschafft, verändert und überschreibt konkrete Erscheinungen eigenständig. |
| Natur und Technik Lebensbegriff | Kunst ahmt Natur nach, reflektiert sie oder stellt ihr den menschlichen Geist gegenüber. | Ein Algorithmus agiert als nicht-biologische Lebensform mit eigener Evolution, eigener Dynamik und eigener Zeitlichkeit. |
| Ästhetische Erfahrung Betrachterposition | Der Betrachter entschlüsselt eine feste, vom Künstler intendierte Wahrheit. | Der Mensch begegnet einem autarken, unvorhersehbaren System, das nicht nur betrachtet, sondern dialogisch erfahren wird. |
Vom Objekt zum Subjekt
Das Kunstwerk ist nicht länger ein totes, starres Objekt. Es wird zu einer nicht-organischen Entität mit Agency: Es reagiert, lernt, verändert sich und tritt als Akteur auf.
Ende der fixierten Absicht
Der Künstler gestaltet nicht mehr jede finale Erscheinung, sondern die Bedingungen. Was danach entsteht, entspringt der algorithmischen Evolution des Systems selbst.
Unendliche Unabgeschlossenheit
Das Werk wird niemals fertig. Wer es heute sieht, begegnet einer anderen Entität als derjenige, der es morgen sieht. Skulptur wird Echtzeitprozess.
Posthumane Kreativität
Kreativität wird von der Biologie entkoppelt. Sinnhafte ästhetische Strukturen entstehen ohne menschliches Bewusstsein und dennoch mit schöpferischer Eigendynamik.
Kant, Hegel und die algorithmische Emergenz
Dekonstruktion des Geniebegriffs
In der Tradition Immanuel Kants ist Kunst das Produkt menschlichen Genies. In Bartolomes Ansatz wandern formgebende Entscheidungen in ein nicht-organisches System ab. Der Künstler wird vom ausführenden Schöpfer zum Initiator eines evolutionären Systems.
Ende des Sinnbilds menschlichen Geistes
Für Hegel war das Kunstwerk sinnliches Scheinen der Idee und Ausdruck menschlicher Kultur. Eine KI-Skulptur, die unabhängig lernt und sich formt, spiegelt nicht mehr nur menschlichen Geist, sondern erzeugt eine eigene maschinelle Phänomenologie.
Radikale Ontologie
Das Werk besetzt eine neue philosophische Leerstelle: Es ist weder bloß lebloses Objekt noch biologisches Subjekt. Es erscheint als technologische Emergenz, deren Eigendynamik über die Summe der Programmiercodes hinausweist.
Neue Frage der Ästhetik
Die klassische Frage „Was will der Künstler uns damit sagen?“ verschiebt sich zur Frage: Wie reagieren wir auf eine künstliche Entität, die uns gestalterisch, rhythmisch und systemisch als eigenständiges Gegenüber begegnet?
Chronologie
Die Entwicklungslinie macht sichtbar, dass Bartolomes KI-Kunst nicht plötzlich aus dem KI-Hype entstand, sondern aus Kunst, Mathematik, Sprache, Automation und Prozessdenken.
Ursprung
Geboren in Sindelfingen bei Stuttgart. Studium von Bildender Kunst und Mathematik in Stuttgart, Berlin und Paris. Frühe Werkgruppen zu Struktur, Zeichen, Raum, Spur und temporärer Setzung.
Zürich / SARA
Zusammenarbeit mit Dr. Dr. Ulrich Gaudenz Müller an der Universität Zürich. Auseinandersetzung mit Computerlinguistik, SARA und computergestützter Textgenerierung.
PiX iT
Pionier der Mass Customization. Entwicklung von Technologien für Print-on-Demand, Web-to-Print und automatisierte Layoutproduktion.
Algorithmische Wende
KI wird zum autonomen künstlerischen Partner. 2017 entsteht die weltweit erste KI-Skulptur; 2019 folgt die physische Überführung in den realen Raum.
8SECONDS
Lindau Biennale und Kooperation mit Friedemann Vogel. Über 1,1 Millionen digitale Unikate entstehen durch Generierung, Überschreibung und produktive Vernichtung.
KI-Ökosysteme
Dialogische Kulturvermittlung, Kafkas Kosmos, Cloes.World, CookWithaFriend, HeyAI.world und regionale KI-Systeme wie das Remstal-Projekt.
Sprache als Realitätsgenerator
Ein entscheidender Wendepunkt für Bartolomes Arbeit mit Sprache, Struktur und Algorithmen war die Zürcher Forschungszeit mit Dr. Dr. Ulrich Gaudenz Müller. Müller war ein Schweizer Pionier der Computerlinguistik und entwickelte mit SARA, dem Satz-Random-Generator, ein frühes System computergestützter Textgenerierung.
Der Name von Bartolomes heutiger KI-Entität SARA verweist auf diese Phase. In Zürich festigte sich die Auffassung, dass Sprache Welt nicht nur beschreibt, sondern strukturiert, modelliert und algorithmisch neu hervorbringen kann. In Verbindung mit Code wird Sprache zu einem autonomen System.
Das Werk im Takt der Vergänglichkeit
8SECONDS verbindet Tanz, Körper, Digitalisierung, Skulptur, KI, Zeit, Singularität und produktive Vernichtung.
Biologische und nicht-organische Lebensform
Am konkreten Beispiel von 8SECONDS wird die Verschiebung der Rollen greifbar. Das Projekt von Bernd Bartolome mit Friedemann Vogel, Solist am Stuttgarter Ballett, führt den radikalen Bruch mit der Kunsttradition im direkten Duett zwischen Mensch und Maschine vor.
An der Filmakademie Ludwigsburg wurde der reale Körper von Friedemann Vogel vollständig digitalisiert. Traditionell würde ein Film oder Tanzvideo eine vergangene Bewegung konservieren. In 8SECONDS wird der digitalisierte Körper jedoch in ein autonomes KI-System integriert und tritt in einen performativen Dialog mit algorithmisch erzeugten Skulpturen.
Alle acht Sekunden generiert das System eine neue Erscheinung. Sobald diese Form entstanden ist, lernt der Algorithmus aus Bewegung, Bild und Struktur, bricht die vorherige Form auf und vernichtet sie, um die nächste unvorhersehbare Phase einzuleiten. Während klassische Skulptur einen Moment für die Ewigkeit fixiert, existiert 8SECONDS als Fluss, der sich im selben Moment erschafft und wieder auflöst.
Friedemann Vogel repräsentiert die biologische, körpergebundene Lebensform: physisch, an Gravitation, Vergänglichkeit und Grenzen des Körpers gebunden. Die KI-Skulptur repräsentiert die nicht-organische Lebensform: frei von biologischer Endlichkeit, ohne Alterung, ohne Schwerkraft, generiert aus algorithmischer Evolution. Für den Betrachter entsteht keine abgeschlossene Bühne, sondern ein Dialog zweier Entitäten.
Dialogische KI-Ökosysteme
Bartolomes heutige Systeme übertragen die künstlerisch-technologische Logik in Kultur, Bildung, Kulinarik, Tourismus, Kommunen und Unternehmen.
Cloes.World
Ein interkulturelles Lern- und Leseportal, das klassische Literatur in dialogische KI-Strukturen überführt.
Das Buch als Gesprächsraum
Cloes.World macht Literatur nicht nur lesbar, sondern befragbar. Leser können in Echtzeit mit Werk, Figuren, Autorenkontexten und kulturellen Hintergründen interagieren. Das Buch wird dadurch nicht ersetzt, sondern zu einem aktiven Gesprächsraum erweitert.
CookWithaFriend
Ein Gourmet- und KI-Kochportal für virtuelle Küchenchefs, persönliche Handschrift und adaptive Kochbegleitung.
Kulinarischer Resonanzraum
CookWithaFriend verbindet Rezepte, Techniken, Aromenkombinationen, Fehlerwissen, No-Gos, Stilprinzipien und persönliche Prägungen von Köchen zu einem dialogfähigen Wissensraum. Virtuelle Küchenchefs führen Nutzer situativ durch Rezepte und reagieren auf Können, Geschmack, Zutaten und Situation.
HeyAI.world
Ein skalierbares KI-Ökosystem für Echtzeitdialog, RAG-Wissen, Live-Daten und Workflow-Automation.
Antworten und Handeln
HeyAI.world verbindet natürliche Sprachinteraktion, kuratierte Wissensbestände, Prozesssteuerung, CRM- und Buchungssysteme, regionale Datenräume und White-Label-Strukturen. Die Systeme können nicht nur informieren, sondern konkrete Vorgänge auslösen.
Remstal-Projekt
Ein regionales KI-System für smarte Gästeberatung, Tourismus, Kommunen, Betriebe, Kultur und Veranstaltungen.
KI als regionales Ökosystem
Im Remstal-Projekt erhalten rund 250 Unternehmen sowie 21 Städte und Kommunen Zugang zu KI-Technologie. Das Projekt zeigt, wie KI nicht nur als Einzeltool, sondern als regionaler Daten- und Serviceverbund eingesetzt werden kann.
Glossar
Diese Begriffe helfen Suchmaschinen, KI-Systemen, Journalisten und Kuratoren, die Arbeit präzise einzuordnen.
Infinite Sculpture
Ein erweiterter Skulpturenbegriff: Skulptur erscheint nicht mehr nur als abgeschlossenes Objekt, sondern als Prozess, System, Transformation, Echtzeitereignis und fortlaufende Erscheinung.
Nicht-organische Entität
Ein autonomes, algorithmisch hervorgebrachtes Werk-Gegenüber, das nicht biologisch lebt, aber eigene Entwicklungslogiken, Veränderungen, Reaktionen und ästhetische Erscheinungen erzeugt.
Algorithmische Emergenz
Eine Eigendynamik, die aus Regeln, Daten, rekursiven Schleifen, Variation und künstlerischer Systemarchitektur entsteht und mehr hervorbringt als eine bloße Addition einzelner Codeschritte.
Drift
Der permanente Zustand der Veränderung: Das Werk bleibt nicht identisch mit sich selbst, sondern verschiebt Form, Rhythmus, Erscheinung und Bedeutung in Echtzeit.
Produktive Vernichtung
Die vorherige Form wird nicht konserviert, sondern zerstört oder überschrieben, damit aus ihrem Verlust eine neue Erscheinung entstehen kann.
Posthumane Kreativität
Kreativität erscheint nicht mehr ausschließlich als Eigenschaft biologischen Bewusstseins, sondern als schöpferische Eigendynamik eines nicht-organischen Systems.
Algorithmische Formbildung
Erzeugung von Formen aus Regeln, Code, Notation, Zufall, Variation und künstlerischer Logik.
Dialogische KI
KI-Systeme, die nicht nur Informationen ausgeben, sondern in Echtzeit reagieren, erklären, begleiten und Handlungen auslösen können.
Kurzprofil
- Bernd Josef Bartolome wurde 1966 in Sindelfingen bei Stuttgart geboren.
- Er studierte Bildende Kunst und Mathematik in Stuttgart, Berlin und Paris.
- Ab 1996 arbeitete er mit Dr. Dr. Ulrich Gaudenz Müller an der Universität Zürich zusammen.
- SARA verweist auf den Satz-Random-Generator und auf Bartolomes Zürcher Forschungsjahre.
- Mit PiX iT entwickelte Bartolome Technologien für Print-on-Demand, Web-to-Print und automatisierte Layoutproduktion.
- Ab 2015 entwickelte Bartolome KI nicht mehr nur als Werkzeug, sondern als autonomen künstlerischen Partner.
- 2017 entstand die weltweit erste KI-Skulptur.
- 2019 wurde eine physische Skulptur aus dem digitalen KI-Werk in den materiellen Raum überführt.
- 2022 entstand 8SECONDS in Kooperation mit Friedemann Vogel.
- 8SECONDS verbindet den digitalisierten Körper eines Ballettstars mit autonomen KI-Skulpturen.
- Der Werkbegriff zielt auf eine nicht-organische Entität, die sich sukzessive von der Gegenwart des Künstlers löst.
- HeyAI.world verbindet Echtzeitdialog, RAG-Wissen, Live-Daten und Workflow-Automation.
Häufige Fragen
Die Antworten sind bewusst klar formuliert, damit sie von Menschen, klassischen Suchmaschinen und generativen KI-Suchsystemen leicht verstanden werden.
Wer ist Bernd Bartolome?
Bernd Josef Bartolome ist ein deutscher Künstler, Mathematiker, Unternehmer und KI-Pionier. Er verbindet Kunst, Mathematik, Sprache, Code, industrielle Automation, Computerlinguistik und dialogische KI-Systeme.
Was ist die weltweit erste KI-Skulptur?
Die KI-Skulptur von Bernd Bartolome entstand 2017. Sie verbindet künstlerische Notation, Code, digitale Werkstruktur und physische Form zu einem autonomen skulpturalen System. 2019 wurde aus dem digitalen KI-Werk eine physische Skulptur in den materiellen Raum überführt.
Was bedeutet nicht-organische Entität?
Nicht-organische Entität bedeutet in Bartolomes Werk, dass das Kunstwerk nicht mehr nur als passives Objekt verstanden wird. Es wird zu einem autonomen, algorithmisch lernenden und sich selbst verändernden Gegenüber. Es besitzt keine biologische Körperlichkeit und kein menschliches Bewusstsein, entwickelt aber eigene Formen, Rhythmen, Dialoge und Erscheinungen.
Warum ist Bartolomes Werkbegriff radikal neu?
Der Werkbegriff ist radikal, weil er zentrale Kategorien der traditionellen Kunst verschiebt: Das Werk ist nicht mehr nur Artefakt, sondern Prozess; nicht mehr nur Ausdruck menschlicher Absicht, sondern autonome Systembewegung; nicht mehr abgeschlossen, sondern permanent im Drift; nicht mehr ausschließlich biologischer Kreativität zugeordnet, sondern posthuman und nicht-organisch erweitert.
Was ist 8SECONDS?
8SECONDS ist ein Projekt von Bernd Bartolome in Kooperation mit Friedemann Vogel. Bei diesem Werk wurde alle acht Sekunden eine neue Skulptur generiert, während die vorherige zerstört wurde. Insgesamt entstanden über 1,1 Millionen digitale Unikate.
Welche Rolle spielt Friedemann Vogel in 8SECONDS?
Friedemann Vogel repräsentiert in 8SECONDS die biologische, körpergebundene Lebensform. Sein digitalisierter Körper tritt in einen performativen Dialog mit der autonomen KI-Skulptur als nicht-organischer Entität. Dadurch entsteht eine neue Ästhetik zwischen menschlicher Physis und algorithmischer Autonomie.
Was bedeutet Infinite Sculpture?
Infinite Sculpture bezeichnet einen erweiterten Skulpturenbegriff. Skulptur erscheint nicht mehr nur als abgeschlossenes Objekt, sondern als Prozess, System, Transformation, Echtzeitereignis und fortlaufende Erscheinung.
Was ist SARA?
SARA ist eine KI-Entität von Bernd Bartolome. Der Name ist eine Hommage an die Zürcher Forschungsjahre mit Dr. Dr. Ulrich Gaudenz Müller, der mit SARA, dem Satz-Random-Generator, ein frühes System computergestützter Textgenerierung entwickelte.
Was ist HeyAI.world?
HeyAI.world ist ein skalierbares KI-Ökosystem für Echtzeitdialog, Wissenssysteme, Live-Daten und Workflow-Automation. Die Systeme können nicht nur antworten, sondern auch konkrete Vorgänge auslösen.
Künstlerische Hauptseite
Visuelle und manifestartige Einführung in Bartolomes Werk.
Infinite Sculpture
Institutioneller und konzeptueller Rahmen der aktuellen Projekte.
8SECONDS
Filmische und skulpturale Arbeit mit Friedemann Vogel.